Klimawandel gibt es seit es Klima gibt. Siehe hierzu auch meine Gedanken in https://wolke1.mgeminn.ddnss.de/index.php/s/CPYr29z8L8pzC6f Kapitel 2.2.
Die Wissenschaft ist sich weitestgehend einig: auch der Mensch trägt mittlerweile zum Klimawandel bei. Das stelle ich nicht in Frage! Allerdings stelle ich sowohl den Zeitpunkt in Frage als auch die Schlussfolgerungen hieraus.
Genau das selbe gilt auch für die Änderung der Umwelt durch den Menschen: auch hier ist die Wissenschaft sich einig über die Beeinflussung durch den Menschen. Und auch hier stelle ich nicht das „ob“ in Frage, sondern den Zeitpunkt und die Schlussfolgerungen.
Gehen wir doch mal kurz in der Geschichte zurück: Über hunderttausende Jahre durchwanderte der Mensch die Natur auf der Suche nach Nahrung und Schutz vor Umwelteinflüssen. Er entnahm der Natur Früchte, Samen und Wurzeln als Nahrung, gelegentlich erlegte er auch mal ne Jagdbeute. Die Anzahl der Menschen war so gering und die Eingriffe in die Natur damit so unbedeutend, dass ein Einfluss des Menschen auf Natur oder Klima nicht nennenswert oder sogar nicht vorhanden war.
Vor ungefähr 10000 Jahren begann der Mensch, sein Leben als wandernder Jäger und Sammler abzulegen und sich an festen Orten niederzulassen. Er ernährte sich nun von Ackerbau und Viehzucht. Damit hat er direkt in die Natur eingegriffen: er bearbeitete Grund und Boden, um Nährpflanzen anzubauen. Durch selektive Vermehrung züchtete er Tierrassen, die sich besser für ihn nutzen ließen als ihre natürlichen ursprünglichen Vorfahren. Er veränderte natürliche Wasserläufe, um seine Felder zu bewässern und auch, um seine Behausungen vor Überschwemmungen zu schützen. Apropos Behausungen: feste Bauten ersetzten mehr und mehr die ursprünglichen Behausungen (wie Höhlen oder auch einfache Unterstände aus Ästen und Blättern). Spätestens hier waren Eingriffe in die Natur durch den Menschen an der Tagesordnung. Allerdings war die Anzahl der Menschen nach wie vor sehr gering: seine Eingriffe in die Natur waren lokal sehr begrenzt und konnten wohl von der Natur geschluckt werden. Allerdings waren diese Eingriffe bereits da und sind zum Teil auch heute noch nachweisbar!
Dennoch sind Eingriffe aus jener Zeit so einschneidend, dass sie auch heute noch nachwirken. Unsere heutigen Nutzpflanzen und -tiere sind nichts weiter als Weiterzüchtungen jener ersten selektiv gezüchteten Sorten und Rassen. Bauten aus jener Zeit sind gefunden und wissenschaftlich untersucht worden. Der Eingriff des Menschen in die Umwelt existiert also nachweislich seit mindestens 10000 Jahren! in wie weit die damaligen Veränderungen auch das Klima beeinflussten, kann ich nicht beurteilen. Ich denke aber, dass sie zumindest lokal Auswirkungen gehabt haben dürften.
10000 Jahre später, also heute, gibt es mehr als 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Der Bedarf an Nahrungsmitteln und Wohnraum ist entsprechend hoch. Die Fläche, die zur Produktion der erforderlichen Nahrungsmittel gebraucht wird, ist mittlerweile so groß, dass natürlich belassene Refugien kaum noch Platz finden. Dazu kommen enorm gestiegene Ansprüche des Einzelnen insbesondere in den reichen Industriestaaten.
Industriestaaten? Ja: der Mensch produziert schon lange nicht mehr nur Nahrungsmittel und Wohnraum. Immer mehr Ressourcen, insbesondere Energie, werden verwendet für Güter, die nicht ausschließlich zur Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Schutz vor Naturereignissen) dienen. Dies verstärkt den „Raubbau an der Natur“ natürlich weiter, und zwar ganz enorm!
Wie sieht das denn nun mit unseren Möglichkeiten aus? Können wir das Klima, die Natur, ja sogar den ganzen Planeten, „retten“?
Die Antwort ist ganz einfach: NEIN!
Das Klima ändert sich sowieso. Es ergibt sich nach Naturgesetzen entsprechend herrschender Randbedingungen. Genau so verhält es sich auch mit unserer Umwelt: Flora und Fauna auf diesem Planeten passen sich seit hunderten von Jahrmillionen den herrschenden Randbedingungen an. Wir können weder das Klima noch die Umwelt zerstören, ebenso wenig können wir sie retten. Das machen die schon selbst.
Was wir allerdings können und leider auch tun, ist an den Randbedingungen schrauben, nach denen sich Klima und Umwelt entwickeln. Da sich hierdurch Klima und Umwelt anpassen werden, ändern sich auch die Randbedingungen für die Menschheit. Ob das für unsere eigene Entwicklung vorteilhaft oder eher schlecht ist? Wer weiß? Da wir aber genau das nicht wissen, sollten wir unseren Einfluss auf die Faktoren, die Klima und Umwelt beeinflussen, so weit wie möglich senken. Immerhin haben uns Klima und Umwelt ohne den Einfluss des Menschen ermöglicht, uns zu dem zu entwickeln was wir heute sind. Ob und wie wir unter geänderten Bedingungen leben könnten, können wir nicht einmal ansatzweise abschätzen.
Das bedeutet:
- Den Energie-Hunger der Menschheit massiv reduzieren.
- Wo das nicht möglich ist: Energiewende hin zu erneuerbaren Energien.
- Vermeidung jeglicher Umweltverschmutzung.
- Sparsamerer Umgang mit Ressourcen, zum Beispiel durch Recycling wo immer es möglich ist.
- Herunterfahren der Ansprüche und damit der Produktion nicht notwendiger Güter. Der Mensch sollte wieder lernen, mit den wirklich erforderlichen Produkten zufrieden zu sein. „Nicht alles was gemacht (produziert) werden kann, muss auch gemacht (produziert) werden!“.
Ich habe kein Patent-Rezept, wie diese und eventuell weitere erforderliche Maßnahmen möglichst schnell umgesetzt werden können. Aber: Wenn wir diese Punkte befolgen, sollte die Erde auch für uns Menschen noch recht lange eine lebenswerte Welt bleiben.
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